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Tankkarten: Bei Missbrauch haftet der Inhaber

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Das bargeldlos tanken ist bequem und erspart mitunter lästige Umwege. Viele Autofahrer benutzen daher Tankkarten an den örtlichen Spritstellen. Doch auch hierbei kann ein Missbrauch leider nicht mehr ausgeschlossen werden – Vorsicht ist daher angebracht, denn bei einem solchen Missbrauch haftet der Karteninhaber.

In einem jüngst erfolgten Urteil entschied das Oberlandesgericht Hamm (Az.: I-19 U 186/10), dass der Karteninhaber auf dem Schaden sitzen bleibt – selbst bei einem missbräuchlichen Einsatz seiner Tankkarte – sofern sie den Missbrauch nicht stichhaltig beweisen können. In dem vorliegenden Fall hatte ein Kunde sich geweigert, seine Tankrechnung zu begleichen. Denn seinen Angaben gemäß hatte ein Unbekannter die Tankkarte benutzt, indem er die richtige PIN-Nummer missbräuchlich verwendete – obwohl der Kunde zur fraglichen Zeit stets im Besitz der Originalkarte war. Die Richter konnte dies allerdings nicht überzeugen und verurteilten den Kläger dazu, die fragliche Rechnung zu begleichen. Sie sahen es als erwiesen an, dass er entweder den Missbrauch der Tankkarte ermöglicht oder selber getankt habe. Hierbei dürfe man ihm eine grobe Fahrlässigkeit unterstellen. Zudem sei er den erforderlichen Gegenbeweis gleichfalls schuldig geblieben.

Wie kann man sich vor Missbrauch schützen?
Die Kriminalpolizei rät allen Inhabern einer Tankkarte dazu, Karten mit einem PIN-Code zu benutzen. Dieser Code sollte keinesfalls weitergegeben und stets verdeckt eingegeben werden – am besten ist es hierbei, die PIN auswendig zu kennen und jegliche schriftliche Angabe über diese zu vernichten. Darüber hinaus sollten die Karten stets bei sich getragen werden und nicht beispielsweise im Auto gelassen werden. Zudem sollten die jeweiligen Kontostände bei den Tankkartengesellschaften in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Sollten Unstimmigkeiten hierbei festgestellt werden, sollte sich der Kunde umgehend an die jeweils zuständige Stelle wenden und eine genaue Aufschlüsselung über die einzelnen Kostenpositionen verlangen. Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch zu einem Diebstahl oder einem Verlust der Tankkarte, sollte diese sofort bei der jeweiligen Tankkartengesellschaft gesperrt werden.

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