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Der Kompressor

Mercedes C-Klasse mit Kompressor - Technik

Mercedes C-Klasse mit Kompressor - Technik

Obwohl es sich bei dem Kompressor um ein sehr wichtiges Autoteil handelt, kennen ihn nur die Wenigsten. Wesentlicher unbekannter ist schließlich die Funktionsweise von diesem. Insbesondere dieser Hintergrund lässt sich auf die Komplexität von einem Kompressor zurückführen. Die Arbeitsweise von einem Kompressor kann im Grunde mit der eines Turboladers verglichen werden. Somit bläst er wie dieser die Luft in den vorhandenen Ansaugtrakt. Vergleicht man diesen mit einem Turbolader lassen sich insbesondere im Detail einzelne Unterschiede oder auch Alleinstellungsmerkmale erkennen. So wird ein Kompressor grundsätzlich nicht wie ein Turbolader von dem Abgas angetrieben. Der Antrieb erfolgt hierbei durch den Keilriemen und somit auf mechanischem Weg. Somit beginnt er bereits mit der Leerlaufdrehzahl zu wirken. Hingegen muss bei einem Turbolader mit einem verzögerten Einstieg gerechnet werden.
Der Kompressor ist sicherlich eines der gängigsten Bestandteile eines Fahrzeuges. Trotzdem lassen sich auch bei diesem Vor- und Nachteile gleichermaßen erkennen. Der wohl wichtigste und ebenso auch bekannteste Pluspunkt ist der geringere Verbrauch. So verbraucht ein Auto, das mit einem Kompressor ausgestattet ist, wesentlich weniger Kraftstoff als ein Fahrzeug mit Turbolader. Zudem haben Untersuchungen ergeben, dass das Abgas, das von einem Fahrzeug mit Kompressor stammt, wesentlich bessere Zusammensetzungsmerkmale aufweisen kann. Der wohl bedeutendste Nachteil ist jedoch, dass der Wirkungsgrad wesentlich schlechter ist.
Der heutige Kompressor ist sicherlich nicht mehr mit den einstigen Anfängen der Verdichter zu vergleichen, doch bis heute lassen sich insbesondere die Säulen als entscheidende Gemeinsamkeiten erkennen. Die heute bekannten Grundlagen für den Kompressor wurden bereits im Jahr 1878 gelegt. Zum damaligen Zeitpunkt setzen sich Experten noch mit der Konzeption von einem Schraubenverdichter auseinander. Der erste wirkliche Meilenstein blieb jedoch einem schwedischen Ingenieur, Alfred Lysholm, vergönnt. Ihm gelang es 1930 die wichtigsten Voraussetzungen für den ersten modernen Kompressor in Form von technischen Eigenschaften zu schaffen. Die Verbesserung des Wirkungsgrades gelang Ingenieuren jedoch erst 1970. So wurde in den 70er Jahren die Öleinspritzung in das Grundgerüst des Kompressors integriert und durch diese gelang es schließlich auch die wichtigsten Grundlagen für die heute bekannte Bauweise in der Automobilbranche zu schaffen.

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  1. Wolfgang
    18. November 2013, 16:01 | #1

    „So verbraucht ein Auto, das mit einem Kompressor ausgestattet ist, wesentlich weniger Kraftstoff als ein Fahrzeug mit Turbolader“

    „Der wohl bedeutendste Nachteil ist jedoch, dass der Wirkungsgrad wesentlich schlechter ist“

    Was für ein Wiederspruch! Dem Autor fehlen offenbar die wesentlichen physikalischen Grundlagen zum Verständnis!

  2. Wolfgang
    26. November 2013, 19:32 | #2

    Was für ein Widerspruch:

    „Der wohl wichtigste und ebenso auch bekannteste Pluspunkt ist der geringere Verbrauch“

    „Der wohl bedeutendste Nachteil ist jedoch, dass der Wirkungsgrad wesentlich schlechter ist.“

    Der Autor verfügt offenbar nicht über ausreichende physikalische Grundlagen um zu verstehen über was er schreibt. Der ganze Artikel ist demnach fragwürdig.

  3. Axel
    17. Juli 2014, 15:30 | #3

    @Wolfgang
    Der Wirkungsgrad des Kompressors (polytrop) ist verschieden zu dem des gesamten Systems („adiabat“). Daher die richtige Aussage, welche unter Laien schnell für Verwirrungen sorgt.

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