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ESP – Das elektronische Stabilitätsprogramm

ESP-Anzeige im Wrangler Jeep

ESP-Anzeige im Wrangler Jeep

Hinter dem Kürzel ESP verbirgt sich das Elektronische Stabilitätsprogramm, das bei den Autoherstellern überwiegend unter ESC, Electronic Stability Control, bekannt ist. Heute kommt dieses System bei Kraftfahrzeugen verschiedenster Art zum Einsatz und hat sich für den klassischen PKW bereits zu einer Standardausrüstung entwickeln können. Es fungiert als Fahrassistenzsystem. Dieses System sorgt mit einem gezielten Abbremsen einzelner Räder dafür, dass der Wagen in schwierigen Situationen nicht ausbrechen kann. Somit handelt es sich bei diesem um einen Teilbereich der Sicherheitssysteme für Fahrzeuge. Das ESP erinnert in seiner Konzeption an das ABS und wurde basierend auf diesem weiterentwickelt. Überwiegend werden diese Systeme mit einem ASR, Antriebsschlupfregelung und dem Bremsassistenten kombiniert.
Bereits im Jahr 1955 wurde das erste ESP entwickelt und auch verwendet. Zum damaligen Zeitpunkt handelte es sich um eine Innovation von Bosch, die zunächst ausschließlich für die Mercedes S-Klasse entwickelt wurde. Da es sich bei der Bezeichnung ESP um ein eingetragenes Kürzel von Daimler handelt, greifen einzelne Autohersteller bei dem gleichen System auf unterschiedliche Namen zurück.
Mit seiner Funktionsweise verhindert das ESP, dass der Fahrer über das eigene Fahrzeug in schwierigen Situationen die Kontrolle verliert. Es kommt überwiegend in Grenzbereichen zum Einsatz. Durch das Abbremsen einzelner Räder verhindert das System zum einen das Übersteuern, zum anderen aber auch das Untersteuern von einem Fahrzeug und hält es somit auf der Fahrbahn. Etwa 150 Mal pro Sekunde vergleicht das System den Wunsch des Fahrers mit dem eigentlichen Fahrzustand und nimmt automatisch notwendige Anpassungen vor. Das ESP setzt sich aus einer Vielzahl von Bestandteilen zusammen, die alle über eigene Aufgaben verfügen. So bezieht sich der Lenkwinkelsensor auf die Fahrtrichtung. Das Motormanagement bezieht sich hingegen auf das Verhalten eines Fahrzeuges. Das ESP greift immer dann ein, wenn zwischen dem Fahrerwunsch und dem eigentlichen Fahrverhalten erhebliche Unterschiede entstehen. Eine besonders wichtige Rolle spielt hierbei die Position des Rades. Das neue ESP verfügt zudem über die Funktion, die Motorleistung drosseln zu können. Durch dieses Eingreifen verringert es die Fahrzeuggeschwindigkeit und unterbindet ebenso das Durchdrehen der Antriebsräder.

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