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Archiv für die Kategorie ‘Benzinpreise’

Tankkarten: Bei Missbrauch haftet der Inhaber

20. Juni 2012 Keine Kommentare

cc by nopsa.hiit.fi

Das bargeldlos tanken ist bequem und erspart mitunter lästige Umwege. Viele Autofahrer benutzen daher Tankkarten an den örtlichen Spritstellen. Doch auch hierbei kann ein Missbrauch leider nicht mehr ausgeschlossen werden – Vorsicht ist daher angebracht, denn bei einem solchen Missbrauch haftet der Karteninhaber.

In einem jüngst erfolgten Urteil entschied das Oberlandesgericht Hamm (Az.: I-19 U 186/10), dass der Karteninhaber auf dem Schaden sitzen bleibt – selbst bei einem missbräuchlichen Einsatz seiner Tankkarte – sofern sie den Missbrauch nicht stichhaltig beweisen können. In dem vorliegenden Fall hatte ein Kunde sich geweigert, seine Tankrechnung zu begleichen. Denn seinen Angaben gemäß hatte ein Unbekannter die Tankkarte benutzt, indem er die richtige PIN-Nummer missbräuchlich verwendete – obwohl der Kunde zur fraglichen Zeit stets im Besitz der Originalkarte war. Die Richter konnte dies allerdings nicht überzeugen und verurteilten den Kläger dazu, die fragliche Rechnung zu begleichen. Sie sahen es als erwiesen an, dass er entweder den Missbrauch der Tankkarte ermöglicht oder selber getankt habe. Hierbei dürfe man ihm eine grobe Fahrlässigkeit unterstellen. Zudem sei er den erforderlichen Gegenbeweis gleichfalls schuldig geblieben.

Wie kann man sich vor Missbrauch schützen?
Die Kriminalpolizei rät allen Inhabern einer Tankkarte dazu, Karten mit einem PIN-Code zu benutzen. Dieser Code sollte keinesfalls weitergegeben und stets verdeckt eingegeben werden – am besten ist es hierbei, die PIN auswendig zu kennen und jegliche schriftliche Angabe über diese zu vernichten. Darüber hinaus sollten die Karten stets bei sich getragen werden und nicht beispielsweise im Auto gelassen werden. Zudem sollten die jeweiligen Kontostände bei den Tankkartengesellschaften in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Sollten Unstimmigkeiten hierbei festgestellt werden, sollte sich der Kunde umgehend an die jeweils zuständige Stelle wenden und eine genaue Aufschlüsselung über die einzelnen Kostenpositionen verlangen. Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch zu einem Diebstahl oder einem Verlust der Tankkarte, sollte diese sofort bei der jeweiligen Tankkartengesellschaft gesperrt werden.

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Ölmultis geraten ins Visier des Bundeskartellamts

8. April 2012 Keine Kommentare
Tankstelle Jet

Tankstelle Jet | © by flickr/ Roland Ster

Die fünf Ölmultis sind nun doch in das Visier des Bundeskartellamts geraten. Wie die Behörde mitteilte, wurde gegen die Konzerne BP/Aral, Esso, Jet, Total und Shell ein Verfahren eingeleitet. Aufgrund der neuen Benzinrekordpreise möchten sowohl das Bundeskartellamt als auch die Bundesregierung die marktbeherrschende Stellung der Mineralölkonzerne stärker an die Leine binden. Die fünf Ölmultis sollen Berichten zufolge den fünf freien Tankstellen den Kraftstoff teurer verkauft haben als den eigenen. Aufgrund einer entsprechenden Beschwerde wurde nun vom Bundeskartellamt offiziell ein Verfahren eingeleitet.

Wie bekannt wurde, liegen bereits eine Reihe von Beschwerden freier Tankstellen vor, die sich auf die Preisforderungen der Mineralölkonzerne beziehen. Von Seiten der Ölmultis werden die Vorwürfe des Kartellamts als nicht nachvollziehbar eingestuft. Das Vorgehen der Behörde wurde von dem Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler begrüßt. Er erklärte, dass er sich im Sinne eines fairen Wettbewerbs für das Vorgehen ausspreche. In Deutschland gibt es rund 1800 freie Tankstellen. Sie sind auf die Lieferungen aus den Raffinerien von den großen fünf Konzernen angewiesen. Am Mittwoch erklärten Sprecher von Shell und Aral, dass sie bereits vor Jahren Mechanismen und Systeme installiert haben, die vermeiden sollen, dass es zu derartigen Kraftstoffverkäufen zu unfairen Preisen kommt. Der Vorgang dürfte für den Verbraucher in Deutschland zunächst jedoch kaum Auswirkungen haben. Frühere Vorstöße von den Wettbewerbshütern sind zuletzt oft versandet.

E10 steht an ersten Tankstellen zur Verfügung

9. Februar 2011 Keine Kommentare

In der Bundesrepublik Deutschland wird fieberhaft an der Einführung des Bio-Kraftstoffs E10 gearbeitet. Seit wenigen Tagen verfügen die ersten Tankstellen über die neuen Bio-Kraftstoff. Berichten zufolge hat der Marktführer Aral den Startschuss gewagt. Zu Wochenbeginn hat Aral die ersten Zapfsäulen mit dem Bio-Kraftstoff ausgestattet. Zunächst konzentriert sich der Konzern nach eigenen Angaben auf die ostdeutschen Bundesländer. Bis Ende März soll in Deutschland jedoch eine flächendeckende Versorgung mit E10 hergestellt werden. Die Autofahrer müssen sich aber nicht nur auf Änderungen an den Zapfsäulen gefasst machen, sondern müssen auch mit neuen Preisen rechnen.

So bestätigte Aral, dass man die Preise für den Super-Kraftstoff mit der Einführung von E10 anpassen wird. Demnach wurden die Preise bei den Aral Tankstellen für Super um fünf Cent pro Liter angepasst. Somit erreicht der bekannte Kraftstoff derzeit das Niveau von Super Plus. Hingegen wird E10 auf dem gleichen Preisniveau angeboten, das bislang für Super galt. Besonders bitter sind die höheren Preise für die Autofahrer, die bei dem eigenen Fahrzeug nicht E10 tanken können. In Deutschland trifft dies rund 10 Prozent aller zugelassenen Autos. Bevor man unbedacht zur Zapfsäule greift, sollte man sich grundsätzlich darüber informieren, ob man selbst E10 tanken kann. Die entsprechenden Informationen halten die Hersteller der Fahrzeuge bereit. Zudem finden sich im Internet Listen mit Fahrzeugen, die E10 bedenkenlos tanken können.

Biokraftstoff E10 kommt 2011

2. Januar 2011 Keine Kommentare

Mit der Jahreswende müssen sich Autofahrer in Deutschland auf ein neues Kraftstoffangebot einstellen. Ab 2011 wird an deutschen Tankstellen der bislang nicht unumstrittene Biokraftstoff E10 zur Verfügung stehen. Mit ihm setzt die Bundesregierung Vorgaben von Seiten der Europäischen Union um. Nach den aktuellen Plänen soll der Biokraftstoff E10 dazu beitragen den CO2-Ausstoß zu senken. Die neue Kraftstoffsorte wird in Deutschland ab Januar 2011 schrittweise eingeführt.

Gegenüber den bekannten Kraftstoffen unterscheidet sich E10 durch den Anteil von Bio-Ethanol. Dieser darf bei der neuen Kraftstoffsorte bei bis zu 10 Prozent liegen. Bei den bisherigen Angeboten war Bio-Ethanol mit maximal 5 Prozent vorhanden. Nicht alle Autos, die auf deutschen Straßen unterwegs sind, werden den Biokraftstoff E10 bedenkenlos vertragen. Das Bundesumweltministerium erklärte, dass der neue Kraftstoff für bis zu 90 Prozent der Autos geeignet ist, die über einen Benzinmotor verfügen. Somit können Millionen Fahrzeuge E10 nicht tanken. Autofahrer sollten sich bereits im Voraus darüber informieren, ob sie den Biokraftstoff tanken können.

Trotz der Einführung des Biokraftstoffs E10 werden die bisherigen Kraftstoffsorten auch weiterhin angeboten. In Deutschland gilt dies bislang unbefristet. Von Seiten der EU wird verlangt, dass die herkömmlichen Benzinsorten bis 2013 an den Tankstellen zu finden sein werden. Umstritten ist mit Blick auf E10 ebenso die Entwicklung der Spritpreise. Die Bundesregierung verwies darauf, dass es möglich ist, dass mit dem Biokraftstoff E10 die Spritpreise steigen.

Vorsicht bei neuem Benzin E10

14. November 2010 Keine Kommentare

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die deutschen Tankstellen im kommenden Jahr um ein Angebot reicher sein. Geht es nach den Plänen der Bundesregierung wird ab 2011 mit E10 ein neuer Ottokraftstoff angeboten. Als Biosprit soll er eine Alternative zum klassischen Benzin darstellen. Doch was sich noch vor wenigen Wochen als überraschend anhörte, bekommt immer deutlicher einen unangenehmen Schimmer. So steht schon heute fest, dass E10 nicht von allen Autos problemlos verarbeitet werden kann. Der Ottokraftstoff kann vor allem bei älteren Modellen nach Einschätzungen der Experten für Probleme sorgen. Davon sind auch Modelle mit Direkteinspritzung betroffen, die aus den Baujahren um 2000 stammen.

Bislang ist jedoch unbekannt, wer vollkommen bedenkenlos den neuen Kraftstoff tanken kann. Nach den ursprünglichen Plänen sollte in den vergangenen Tagen eine Liste im Internet veröffentlicht werden, auf der die Modelle aufgeführt werden, die von den Problemen betroffen sind. Diese Liste lässt jedoch auch weiterhin auf sich warten. Die Veröffentlichung der Übersicht wurde zunächst auf Anfang Dezember verschoben. Auch das Bundesumweltministerium erklärte, dass sich E10 nicht für alle Fahrzeuge eignet. Nach Einschätzungen des Ministeriums trifft dies auf rund 10 Prozent aller benzinbetriebenen Fahrzeuge in Deutschland zu. Demnach wäre der neue Kraftstoff für insgesamt 3,5 Millionen Autos tabu.

Autohalter, die sich nicht sicher sind, ob sie E10 bedenkenlos tanken können, sollten sich mit dem Fahrzeughersteller in Verbindung setzen. Erst am 26. November wird feststehen, ob das neue Benzin wirklich an die Tankstellen kommt.

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