
VW | © by flickr/ FalkPhotoDesign
Wie Mercedes ist auch der deutsche Automobilkonzern VW auf der diesjährigen Detroit Auto Show vertreten. Dabei haben sich die Wolfsburger für einen besonderen Hingucker entschieden. Im Rahmen der nordamerikanischen Auto Show laden sie zu einer ersten Sitzprobe in dem E-Bugster ein. Der VW E-Bugster hat sich bereits in den ersten Tagen zu den Highlights der Detroit Motor Show mausern können. Die großen Türen lassen sich weit öffnen. Hinter ihnen verbirgt sich der Innenraum des E-Bugster. Er bietet Platz für zwei Personen und gibt sich im modernen und durchgestylten Gewand zu erkennen. VW hat bei dem E-Bugster bewusst auf die Rückbank verzichtet, die eigentlich für den Beetle typisch ist.
Der Grund dafür sind die Akku-Pakete des elektrischen Antriebs, die in dem E-Bugster Platz finden mussten. Doch auch wenn man die Rückbank bei dem neuen Modell vergebens sucht, mangelt es dem E-Bugster mit Sicherheit nicht an Charme und Individualität. Bislang handelt es sich bei dem E-Bugster ausschließlich um eine Studie. Ob aus der Studie ein Serienmodell werden könnte, ist derzeit noch unklar. VW hat sich bei den beiden Sportsitzen für integrierte Kopfstützen entschieden. Sie sind mit Kunstleder ausgestattet und wurden mit einem robusten, groben Stoff bezogen. Optisch sticht vor allem das weiße Lederlenkrad hervor. Es liegt bereits bei der ersten Sitzprobe gut in der Hand.

Nissan Leaf | © by flickr/ mariordo59
Sie gelten als die automobile Zukunft und genießen auch auf Seiten der Verbraucher ein wachsendes Interesse. Elektroautos sind im Bereich der alternativen Antriebe eine feste Größe, doch auch weiterhin ist das Angebot an Serienfahrzeugen vergleichsweise gering. 2012 wird der Markt von Elektroautos in Deutschland um ein Modell reicher sind. Nissan führt im kommenden Jahr mit dem Leaf ein echtes Gewinner-Elektroauto auf den europäischen Markt ein. In Deutschland soll der Nissan Leaf nach Angaben des Herstellers zunächst nur bei 18 ausgewählten Händlern zu finden sein. Der Nissan Leaf kann zum Zeitpunkt der Markteinführung in Deutschland bereits auf erhebliche Erfolge verweisen. So konnte der japanische Autobauer sein Zero-Emission-Fahrzeug schon 20.000 Mal verkaufen.
Darüber hinaus hat der Leaf in diesem Jahr mehrere Auszeichnungen erhalten. So wurde er als „Auto des Jahres in Europa“ und als „World Car of the Year“ geehrt. Damit sicherte sich der Leaf zwei der beliebtesten Auszeichnungen in der Automobilbranche. Im Euro NCAP Test hat der Nissan Leaf Bestnoten erzielen können. Er war das erste Elektroauto überhaupt, das den Test mit der Höchstwertung von fünf Sternen abschließen konnte. Die Reichweite wird von dem Nissan Leaf mit einer Distanz von rund 175 Kilometern angegeben und ist demnach durchaus alltagstauglich. Nissan hat sich bei dem Leaf nicht nur für einen leistungsstarken Elektromotor entschieden, sondern wählte auch eine 12-Volt-Lithium-Ionen-Batterie. Zudem unterstützen das Bremsenergie-Rückgewinnungssystem und ein Dachspoiler, der über eine integrierte Solarzelle verfügt, die beachtliche Leistung.

Opel Ampera | © by flickr/ lucamascaro
Für den deutschen Autobauer Opel ist das Elektroauto Ampera der Hoffnungsträger schlechthin. Mit dem Ampera wollte der Hersteller auf dem Markt für alternative Antriebe für Furore sorgen. Nun muss Opel den Verkauf seines Elektroautos jedoch vorerst stoppen. Grund für den Stopp sind nach Unternehmensangaben Probleme bei den Batterien. Demnach soll die Technik von dem Opel Ampera überarbeitet werden, nachdem es zu einem Feuer in der Batterie kam. Elektroautos haben aufgrund der vollgeladenen Akkus erhebliche Schwachstellen bei der Sicherheit. Die Akkus gelten als einer der größten Risikofaktoren nach einem Unfall, da sie ähnlich wirken wie Benzintanks. Um die Risiken zu minimieren, will Opel nach eigenen Angaben nun die Sicherheit seiner Stromspeicher verbessern.
Wie ein Sprecher des Herstellers bekanntgab, sei bislang noch nicht abzusehen, wann man mit der Auslieferung des Ampera beginnen kann. Der Ampera wird bei General Motors in Detroit produziert. Bereits seit Oktober kann er bei Opel bestellt werden. Auf technischer Ebene ist er mit dem GM-Modell Chevrolet Volt identisch. Opel wird das Basismodell auf dem europäischen Markt zum Preis von 42.950 Euro anbieten. In Europa gibt es nach Unternehmensangaben bislang 6500 Vorbestellungen. In den USA konnten bereits 6000 Modelle von dem Volt verkauft werden. Opel hat sich aufgrund von Tests der US-Sicherheitsbehörde NHTSA für den Lieferstopp entschieden. Das Auto konnte den Crashtest zwar mit der bestmöglichen Punktzahl abschließen, doch drei Wochen nachdem er abgestellt wurde, fing er schließlich im Gelände Feuer.

Mitsubishi i-Miev
Nach den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage steigt die Akzeptanz, die Elektroautos von Seiten der deutschen Verbraucher entgegen gebracht wird, rapide an. Das ist eine der Kernaussagen einer aktuellen Umfrage, die von dem Branchenverband Bitkom in Auftrag gegeben wurde. Innerhalb eines Jahres ist die Akzeptanz gegenüber den Elektrofahrzeugen beachtlich gestiegen. So lehnt derzeit nur noch rund ein Viertel die Elektrofahrzeuge ab. Dagegen würden sich mehr als zwei Drittel der Deutschen ein solches Auto anschaffen. Noch vor einem Jahr traf dies nur auf jeden Dritten Deutschen zu. Zu der hohen Akzeptanz dürften auch die Hersteller beigetragen haben. Die Autobauer arbeiten auch weiterhin anhaltend an der Entwicklung und Serienreife von Elektrofahrzeugen, die alltagstauglich sind.
Darüber hinaus werden die E-Mobile immer häufiger als die automobile Zukunft angesehen. Doch die deutschen Verbraucher haben auch sehr präzise Vorstellungen zu den Fahrzeugen der Zukunft. So sind der Komfort und der Preis für die Verbreitung der Elektroautos entscheidend. Eine Anschaffung kommt für viele Verbraucher nur dann in Frage, wenn die Elektroautos nicht teurer sind. Wie Bitkom betonte, geht die Elektromobilität jedoch über den Austausch der Motoren hinaus. Geht es nach den Vorstellungen der Autofahrer sind die Autos künftig mit ihrer Umgebung über das Internet vernetzt. Darüber hinaus wünschen sich viele eine Steuerung der Stromversorgung der Elektroautos mithilfe von der Informationstechnik.

Fiat 500 | © by flickr/ Michi1308
Ein Umrüster aus Hamburg hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Sirri Karabag möchte ein Elektroauto auf den Markt bringen, dessen Preis dem Niveau eines Kleinwagens entspricht. Ziel des Umrüsters ist es, dass das E-Auto günstiger ist als ein Fahrzeug, das über einen Benzinmotor verfügt. Auch weiterhin gilt der Preis neben der Reichweite als größtes Hindernis für den Verkaufserfolg von Elektroautos. Für viele sind die Fahrzeuge, die als die Zukunft der Automobilbranche angesehen werden, schlichtweg unerschwinglich. Mit dem neuen Fiat 500E soll sich dieses Bild ändern. Bei dem neuen Elektrofahrzeug hat sich der Hamburger Umrüster vor allem auf den Preis konzentriert und konnte diesen entsprechend minimieren. Lag die Leasingrate, die infolge der Umrüstung entstand ursprünglich bei rund 1300 Euro, kann der New 500E bereits zu einem Preis von 299 Euro pro Monat in Anspruch genommen werden.
Damit kommt der Hamburger dem Preis eines Fahrzeugs mit Benzinmotor überraschend nahe. Dieses kann bei dem Hersteller für 200 Euro geleast werden. Sirri Karabag ist, was das Elektroauto angeht, jedoch keinesfalls ein Phantast. Im vergangenen Jahr brachte der Hamburger Umrüster bereits 300 Elektrofahrzeuge auf die Straße. Damit erreichte der Umrüster einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Dieser wurde nur mit den beiden Modellen Fiorino und 500 erzielt. Damit steht das Unternehmen in der Statistik der E-Autos des Kraftfahrtbundesamtes aktuell an der Spitze.