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Archiv für die Kategorie ‘Fahrwerk’

Der Allradantrieb

11. November 2009 Keine Kommentare

Der Allradantrieb wird im Volksmund überwiegend als Allrad bezeichnet. Bei ihm handelt es sich um eine spezielle Antriebsart des Fahrzeuges. Im Vergleich zu anderen Antriebsformen wird bei dem Allradantrieb die vorhandene Antriebskraft auf alle Räder, die den Boden berühren, übertragen. Aus verschiedensten Gründen kann ein Allradantrieb heute bei Fahrzeugen eingesetzt werden. Überwiegend findet er jedoch in den Modellen Anwendung, die für schwieriges Gelände ausgelegt sind, da durch seine Funktionsweise der Schlupfwinkel entscheidend minimiert wird. Sowohl in reinen Straßenfahrzeugen als auch in Geländewagen greift man heute in der Autoindustrie auf den Allradantrieb zurück und versucht durch diesen die Sicherheit in einem Fahrzeug zu erhöhen. Durch diese Antriebsform kann sowohl das Über- als auch Untersteuern von einem Fahrzeug vermieden werden.
Meist kommt der Allradantrieb bei Fahrzeugen zum Einsatz, die über einen Front- oder einen Heckmotor verfügen. Bei einem Mittelmotor wird vor allem wegen dem Kostenaufwand auf diesen Antrieb verzichtet. Zudem lässt er sich auf Grund des geringen Platzes nur sehr schwer realisieren. Ein Allradantrieb hat vor allem beim Fahren entscheidende Vorteile, allerdings lassen sich bei dieser Antriebsform auch Nachteile konkretisieren. Diese beziehen sich insbesondere auf das hohe Fahrzeuggewicht, das durch diesen Antrieb entsteht. Zudem sind die Produktionskosten meist sehr hoch, sodass auch die Fahrzeuge mit einem Allradantrieb entsprechend teuer sind. Desweiteren muss auf Grund der Technik mit einem gewissen Mehrverbrauch gerechnet werden. Bei einzelnen Modellen minimiert sich außerdem das Kofferraumvolumen, wodurch es bei einzelnen Vorhaben zu einem deutlichen Nachteil kommen kann.
Unerfahrene Fahrer verbinden mit dem Allradantrieb zudem auf nassen und vereisten Straßen sehr schnell ein unsicheres Fahrgefühl. Gerade beim Bremsen kann es zu gefährlichen Situationen kommen, da keine kürzeren Bremswege vorhanden sind.

Das Fahrwerk

1. Oktober 2009 Keine Kommentare
Das Sportfahrwerk für einen Golf

Das Sportfahrwerk für einen Golf

Die Summe aller beweglichen Teile, die sich an einem Fahrzeug befinden, wird als Fahrwerk bezeichnet. Hierbei werden nur die Teile einbezogen, die in einer Verbindung mit der Fahrbahn vorhanden sind. Das Fahrwerk setzt sich also aus mehreren Bestandteilen zusammen. Zu diesen gehören Radaufhängung, Räder, Federung, Lenkung und Stoßdämpfer. Zudem muss die Betriebsbremse als ein Teil des Fahrwerks angesehen werden. Als eine eigenständige Baugruppe wird dieses nur dann angesehen, wenn ein Auto mit einer selbsttragenden Karosserie ausgestattet ist. Alle Bestandteile von dem Fahrwerk haben verschiedene Eigenschaften und Merkmale, die von Modell zu Modell variieren können.
Der Kontaktpunkt zwischen der Straße und einem Fahrzeug wird immer durch die Räder gebildet. Diese bestehen aus Felge und Reifen und nehmen auf Grund ihrer Rolle einen erheblichen Einfluss auf die Dynamik beim Fahren. Da sie ein Teil der ungefederten Massen sind, müssen sie besonders leicht sein, da sie sich nur dann positiv auf die Fahrdynamik auswirken können. Je nach Wetter und Straßenverhältnissen muss es zu Anpassungen bei den Rädern eines Fahrzeuges kommen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil von dem Fahrwerk ist die Radaufhängung. Sie umfasst alle Bauteile, die die bewegliche Verbindung zwischen dem Fahrzeugrahmen und dem Rad ermöglichen. Durch sie werden verschiedene Kräfte auf den Rahmen eines Fahrzeuges übertragen. Unter anderem handelt es sich um Lenk-, Brems- und die vorzufindenden Beschleunigungskräfte.
Durch ein Fahrwerk soll eine möglichst schlupfarme Kraftübertragung erfolgen. Dies wird durch die Radbremse oder auch die so genannte Betriebsbremse ermöglicht. Zu diesen müssen alle Bestandteile einer Bremse gezählt werden, die in einem Fahrzeug zu finden sind. Durch sie soll die Geschwindigkeit beim Fahren verringert werden. Sie haben eine direkte Wirkung auf die Räder und bilden demnach eines der wichtigsten Bestandteile eines Fahrwerks. Bei einigen Sonderbauformen erfolgt die Wirkung jedoch über die Antriebswelle.

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ESP – Das elektronische Stabilitätsprogramm

20. Juli 2009 Keine Kommentare
ESP-Anzeige im Wrangler Jeep

ESP-Anzeige im Wrangler Jeep

Hinter dem Kürzel ESP verbirgt sich das Elektronische Stabilitätsprogramm, das bei den Autoherstellern überwiegend unter ESC, Electronic Stability Control, bekannt ist. Heute kommt dieses System bei Kraftfahrzeugen verschiedenster Art zum Einsatz und hat sich für den klassischen PKW bereits zu einer Standardausrüstung entwickeln können. Es fungiert als Fahrassistenzsystem. Dieses System sorgt mit einem gezielten Abbremsen einzelner Räder dafür, dass der Wagen in schwierigen Situationen nicht ausbrechen kann. Somit handelt es sich bei diesem um einen Teilbereich der Sicherheitssysteme für Fahrzeuge. Das ESP erinnert in seiner Konzeption an das ABS und wurde basierend auf diesem weiterentwickelt. Überwiegend werden diese Systeme mit einem ASR, Antriebsschlupfregelung und dem Bremsassistenten kombiniert.
Bereits im Jahr 1955 wurde das erste ESP entwickelt und auch verwendet. Zum damaligen Zeitpunkt handelte es sich um eine Innovation von Bosch, die zunächst ausschließlich für die Mercedes S-Klasse entwickelt wurde. Da es sich bei der Bezeichnung ESP um ein eingetragenes Kürzel von Daimler handelt, greifen einzelne Autohersteller bei dem gleichen System auf unterschiedliche Namen zurück.
Mit seiner Funktionsweise verhindert das ESP, dass der Fahrer über das eigene Fahrzeug in schwierigen Situationen die Kontrolle verliert. Es kommt überwiegend in Grenzbereichen zum Einsatz. Durch das Abbremsen einzelner Räder verhindert das System zum einen das Übersteuern, zum anderen aber auch das Untersteuern von einem Fahrzeug und hält es somit auf der Fahrbahn. Etwa 150 Mal pro Sekunde vergleicht das System den Wunsch des Fahrers mit dem eigentlichen Fahrzustand und nimmt automatisch notwendige Anpassungen vor. Das ESP setzt sich aus einer Vielzahl von Bestandteilen zusammen, die alle über eigene Aufgaben verfügen. So bezieht sich der Lenkwinkelsensor auf die Fahrtrichtung. Das Motormanagement bezieht sich hingegen auf das Verhalten eines Fahrzeuges. Das ESP greift immer dann ein, wenn zwischen dem Fahrerwunsch und dem eigentlichen Fahrverhalten erhebliche Unterschiede entstehen. Eine besonders wichtige Rolle spielt hierbei die Position des Rades. Das neue ESP verfügt zudem über die Funktion, die Motorleistung drosseln zu können. Durch dieses Eingreifen verringert es die Fahrzeuggeschwindigkeit und unterbindet ebenso das Durchdrehen der Antriebsräder.