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Das Antiblockiersystem ABS

6. Juli 2009 Keine Kommentare
Vorteile des Antiblockiersystems (ABS)

Vorteile des Antiblockiersystems (ABS)

In Deutschland ist das Antiblockiersystem überwiegend als ABS bekannt. In zahlreichen neuen Fahrzeugmodellen verschiedenster Autohersteller fungiert es bereits als Bestandteil der Basisausstattung. Auf Grund seiner Funktion muss es als eines der Sicherheitsteile in einem Fahrzeug angesehen werden. Hinter dem automatischen Blockierverhinderer verbirgt sich demnach ein technisches System, dass die Verkehrssicherheit an den entscheidenden Stellen verbessern soll. Es kommt bei starken Bremsmanövern zum Einsatz. Bekannt ist das ABS überwiegend von schneebedeckten oder besonders nassen Straßen. Durch Regelung des Bremdruckes wirkt das ABS dem Blockieren der Räder bei einem heftigen Bremsen entgegen. Hierbei werden kurze Intervalle durch das System freigesetzt.
Falscherweise glauben viele Autofahrer, dass durch das ABS der Bremsweg verkürzt wird. Dem ist jedoch nicht so. Durch das technische System kann sich der individuelle Bremsweg sogar verlängern. Die Aufgabe des ABS besteht ausschließlich darin, dass Fahrzeug auch bei starken Bremsvorgängen lenkbar zu halten. Somit verhindert es das Ausbrechen des Autos und erhöht die Sicherheit in schwierigen Fahrsituationen. Durch zahlreiche technische Weiterentwicklungen kann das ABS heute das Bremsverhalten von jedem Rad auf optimale Art und Weise anpassen.
Zu den Anfängen dieses System entschied sich die Automobilbranche überwiegend für das Dreiskreis-System. Bis heute ist dieses in älteren Modellen vorhanden. Durch dieses System war es nur möglich, gleichzeitig den Bremsdruck für die Hinterräder zu regeln. Entscheidend war in diesem Fall das Hinterrad, das als erstes die eigene Blockiergrenze erreichte.
Seit 2005 konzentriert sich die Automobilbranche bei dem ABS jedoch auf eine neue technische Lösung – das 4-Kanal-ABS. Dieses kann alle Räder getrennt erfassen und somit optimal reagieren. Für die Wirkung des ABS befindet sich in jedem Rad eines Fahrzeuges ein Inertialsensor. Durch diesen Sensor wird die Drehzahl gemessen und schließlich an ein elektronisches System übergeben. Bei dem ABS kann es insbesondere in Hinblick auf die Intervalle zu Unterschieden kommen. Diese sind sowohl von Hersteller zu Hersteller als auch zwischen den verschiedenen Modellen unterschiedlich. Durchschnittlich handelt es sich jedoch um acht bis 12 Regelvorgänge.