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Fiat beugt sich Druck von Seiten Russlands

3. April 2011 Keine Kommentare

Der italienische Autobauer Fiat beugt sich dem stärker werdenden Druck der russischen Regierung, die jüngst das Dekret 166 erlassen hat. Durch dieses werden die ausländischen Autobauer dazu gezwungen, jedes Jahr mindestens 300.000 Autos in Russland zu bauen. Wie die Regierung Russlands festgelegt hat, soll diese Verbindlichkeit ab 2015 gelten. Halten sich die ausländischen Autobauer nicht daran, müssen sie künftig hohe Einfuhr-Zölle für die eigenen Autoteile zahlen. Russland möchte mit dem Dekret 166 vordergründig neue Arbeitsplätze in dem Land schaffen. Neben Fiat haben auch bereits andere Hersteller auf den Erlass reagiert. Für die Automobilbranche ist Russland von hohem Wert. Immerhin handelt es sich bei dem russischen Markt um den am schnellsten wachsenden Automobilmarkt in Europa.

Nun beugt sich auch Fiat dem Druck, der durch das Dekret 166 ausgeübt wird. Wie der Hersteller in dieser Woche bekannt gab, wird man in Russland ein neues Werk errichten. In diesem sollen künftig pro Jahr rund 300.000 Autos produziert werden. Der Bau des russischen Werks geht für den Autobauer mit enormen Kosten einher. Immerhin belaufen sich die Investitionen laut aktuellen Schätzungen auf eine Summe von 1,6 Milliarden Euro. Berichten zufolge hat sich Fiat mit der russischen Staatsbank VEB und der EBRD bereits über eine Finanzierung verständigt.