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Autowäsche in der heimischen Auffahrt – was ist in Deutschland erlaubt?

4. August 2010 Keine Kommentare

DAS RechtsschutzversicherungDer Deutschen liebstes Kind ist bekanntlich das eigene Auto. Dass es sich dabei nicht ausschließlich um ein Klischee handelt, lässt sich jeden Samstag in deutschen Städten beobachten. Kaum sorgen die ersten Sonnenstrahlen für milde Temperaturen, zieht es Autobesitzer ins Freie. Das Ziel ist klar definiert – immerhin soll der geliebte fahrbare Untersatz auf Hochglanz gebracht werden. Mit Schwamm, Gartenschlauch und Eimer soll Dreck und Schmutz der Garaus gemacht werden. Anschließend muss das gute Stück natürlich noch auf Hochglanz gebracht werden und genau dafür wird poliert was das Zeug hält. Doch ist die Autowäsche eigentlich in der heimischen Auffahrt erlaubt?

In Deutschland ist die Autowäsche vor der Haustür in vielen Gemeinden verboten. Wer sich diesem Verbot widersetzt, muss nicht nur mit Ärger, sondern auch mit hohen Bußgeldern im dreistelligen Bereich rechnen. Aus diesem Grund sollten sich Autobesitzer im Voraus bei der Gemeinde erkundigen. Auskunft erteilt in der Regel das Umweltamt, das für die Gemeinde zuständig ist. Ist die Wäsche auf dem Privatgrundstück verboten, müssen Autobesitzer spezielle Autowaschanlagen in Anspruch nehmen. Alternativ kann das liebste Kind auch in den Waschboxen auf Hochglanz gebracht werden.

Während des Autowaschens können neben dem Waschwasser auch Schmutz in das Grundwasser gelangen. Außerdem werden chemische Putzmittel, Kraftstoffreste und verschiedene Ölreste in dieses transportiert. Bereits wenige Tropfen Öl sind ausreichend, um das Grundwasser so stark zu verunreinigen, dass die Belastungen enorm sind. Grundsätzlich darf nur dann das Auto auf dem eigenen Grundstück gewaschen werden, wenn die Garageneinfahrt asphaltiert ist. Außerdem muss das abfließende Wasser in eine Mischkanalisation geleitet werden. Jedoch muss auch bei dieser Regelung auf Einschränkungen geachtet werden, denn oft darf nur klares Wasser verwendet werden. Auf Putzmittel muss in der Regel verzichtet werden. Motorwäschen und Hochdruckreinigungen sind grundsätzlich tabu. Widersetzt sich der Autofahrer den Verboten, liegt ein Strafbestand vor, der sich gegen die Verunreinigung von Gewässern richtet.

Bild: © D.A.S. Rechtschutzversicherug