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Artikel Tagged ‘Rückruf’

BMW Rückruf in den USA

23. Dezember 2013 1 Kommentar

cc by flickr / M 93

Strenges Spardiktat, Gleichteilestrategie und kurze Modellzyklen fahren der Autobranche hohe Gewinne ein. Aber diese Strategie führt in den Grenzbereich. Einer Studie zufolge, übersteigt in den USA die Zahl der Rückrufe schon die Verkaufszahlen. Der bayerische Automobilhersteller BMW schneidet dabei besonders schlecht ab. Qualitätsprobleme machen zahlreichen Fahrzeugherstellern schwer zu schaffen. Gerade bei den Autoriesen stieg die Zahl der Wagen mit Sicherheitsmängeln, im ersten Halbjahr 2013 stark an. Am schlimmsten betroffen ist BMW vor Chrysler und Hyundai/Kia.

Der Premiumhersteller BMW ist mit einer 334 Prozent Quote negativer Spitzenreiter. In absoluter Zahl bedeutet dies über 500.000 zurückgerufene Fahrzeuge. Betroffen sind verschiedene Jahrgänge und Baureihen des Münchner Fahrzeugriesen. Dominierend sind dabei Probleme mit dem Airbag und der Spannungsaufnahme. Eine Analyse auf dieser Seite betont, dass die Werte von BMW keine Momentaufnahme seien. Es ist insgesamt auffällig, dass die Negativserie bei BMW, mit den hohen sicherheitsrelevanten Mängelquoten nicht abzureißen scheint. Schon das vierte Jahr in Folge hält diese an. Egal ob Probleme mit der Kupplung oder mit dem Bremspedal, es betrifft manchmal nur wenige Modelle oder lediglich bestimmte Märkte. Aber teilweise kann es sein, dass ein Unternehmen massenhaft Fahrzeuge zurückrufen muss. Aktuell muss BMW in den USA rund 76.500 Fahrzeuge zurückrufen, da die Sitzbelegungs-Erkennung des Beifahrersitzes fehlerhaft sein könnte.

Mit dieser erneuten Rückrufaktion nimmt die negative Serie bei BMW kein Ende. Betroffen sind dabei die Baureihen BMW 3er, 5er, 7er wie auch X5, welche von Dezember 2005 bis September 2006 gebaut wurden. Aktuellere Baureihen sind aber nicht betroffen. Außerdem gelte dieser Rückruf nur für die USA. Es geht um Bauteile, die nur dort verbaut worden sind. Bei den betroffenen Fahrzeugen könnte eine Sensormatte am Beifahrersitz Brüche bekommen. Dadurch würde sich der Beifahrer-Airbag fälschlicherweise deaktivieren. Diese Sensormatte ist dafür verantwortlich, zu erkennen, ob sich ein Passagier auf dem Beifahrersitz befindet. Sie erkennt zudem, ob ein Kindersitz auf dem Beifahrersitz angebracht wurde und würde in diesem Fall den Airbag deaktivieren. Wenn die Matte allerdings Brüche bekommt, werden Passagiere oder Kindersitze nicht mehr erkannt und der Airbag fälschlicherweise deaktiviert. Dieser Fehler ist laut BMW kein Sicherheitsrisiko, sondern vielmehr eine Qualitäts- und Servicemaßnahme. Die betroffenen US-Kunden werden jetzt angeschrieben. Die Reparatur oder der Austausch der Matte dauert circa zwei Stunden.

Rückruf-Serie bei Toyota geht in die nächste Runde

2. Juli 2011 Keine Kommentare
Toyota Lexus RX400h

Toyota Lexus RX400h | © by flickr / keetsa

Seit zwei Jahren kämpft der japanische Autobauer Toyota mit einer Rückruf-Serie, die beispiellos ist. Immer wieder musste der größte Autobauer der Welt entsprechende Aktionen bekanntgeben. In den vergangenen Tagen informierte der Hersteller schließlich über einen weiteren Rückruf. Erneut sind fehlerhafte Teile der Grund für den erforderlichen Werkstattbesuch. Doch während sich die betroffenen Halter zunehmend darüber ärgern dürften, sieht Toyota in der Rückruf-Serie einen Beweis für die hervorragende Qualitätskontrolle. Wie ein Sprecher des Herstellers in den vergangenen Tagen erklärte, wurden die Qualitätskontrollen in dem Unternehmen seit dem Rückruf in den USA aufgrund von klemmenden Gaspedalen ausgebaut. Von der aktuellen Aktion ist nach Angaben des Herstellers lediglich das Modell Lexus RX400h betroffen.

Der Rückruf bezieht sich auf Fahrzeuge, die zwischen dem 24. September 2004 und dem 9. August 2006 hergestellt wurden. Insgesamt müssen weltweit mehr als 100.000 Fahrzeuge zurück in die Werkstätten. Allein in Deutschland sind 1667 Fahrzeuge betroffen. Toyota betonte, dass es bei den Fahrzeugen zu einer Überhitzung im Hybridsystem kommen kann. Für die Kontrolle des fehlerhaften Teils müssen die Fahrzeughalter lediglich ein Zeitfenster von zehn Minuten einplanen. Wird durch die Werkstatt ein Fehler festgestellt, nimmt die Reparatur einen Zeitraum von rund vier Stunden in Anspruch. Die Rückruf-Serie bescherte Toyota in den letzten zwei Jahren immer wieder Negativ-Schlagzeilen. Im Februar musste der Konzern zuletzt millionenfach Autos zurückordern.

Zahlreiche Nissan Navara müssen zurück in die Werkstatt

17. Juni 2011 Keine Kommentare
Nissan Navara

Nissan Navara | © by flickr / DiamondBack Truck Covers

In diesen Tagen kämpfen zahlreiche Automobilhersteller mit Rückrufen einzelner Modelle. Nicht nur Mazda hat in den vergangenen Tagen eine entsprechende Aktion bekanntgegeben, auch der japanische Autobauer Nissan hat sich den Meldungen angeschlossen. Dabei stellt der Rückruf Nissan vor eine besondere Herausforderung, denn er geht mit einem enormen logistischen Aufwand einher. Betroffen von dem Rückruf bei dem japanischen Hersteller sind Fahrzeuge der Baureihe Navara. Bei diesen kann es unter gewissen Umständen zum Bruch der Felge kommen. In der Werkstatt werden bei den betroffenen Fahrzeugen alle Räder ausgetauscht. Wie Nissan in den vergangenen Tagen bekanntgab, sind weltweit insgesamt 193.508 Navara von dem Problem betroffen. Allein in Deutschland müssen 10.216 Fahrzeuge zurück in die Werkstätten. Die betroffenen Fahrzeughalter werden von dem KBA über den erforderlichen Werkstattbesuch informiert.

Um den logistischen Aufwand stemmen zu können, hat sich Nissan dazu entschlossen, den Rückruf in zwei Phasen zu gliedern. Demnach werden Besitzer des Navara auf einen Werkstatttermin im Herbst geschoben, wenn bei dem ersten Besuch keine gravierenden Fehler festgestellt werden konnten. Nissan betonte, dass ausschließlich die Navara von dem Fehler betroffen sind, die zwischen dem 1. Juni 2005 und dem 3. Juli 2008 gebaut wurden. Bei den betroffenen Fahrzeugen können die Speichen des Felgensterns einreißen, wenn der Wagen dauernd unter erhöhtem Stresseinfluss steht. Dies ist zum Beispiel bei einer Beiladung oder Aufbauten der Fall. Durch die Risse kann es wiederum zu einem Bruch des Felgensterns kommen.

Toyota kämpft erneut mit Rückruf

4. Juni 2011 Keine Kommentare
Toyota Prius

Toyota Prius | © by flickr/ M 93

Der japanische Autobauer Toyota kämpft erneut mit einem Rückruf, den der Hersteller in den vergangenen Tagen bekanntgab. Weltweit sind von der neuen Rückrufaktion nach Angaben des Herstellers insgesamt 106.000 Fahrzeuge betroffen. Der Rückruf bezieht sich auf das Hybridmodell Prius. Wie Toyota bekanntgab, handelt es sich ausschließlich um Fahrzeuge der ersten Prius-Generation, die zwischen 1997 und 2003 gebaut wurde. Bei diesen Fahrzeugen kann es nach Angaben des Herstellers zu erheblichen Mängeln an der Lenkhilfe kommen. In Deutschland müssen insgesamt 800 Fahrzeuge der Baureihe in den Werkstätten entsprechend geprüft werden. Wie Toyota bekanntgab, ist der Fehler in Japan bereits 28 Mal aufgetreten. Darüber hinaus wurde aus den USA ein kleinerer Unfall bekannt, der mit dem Fehler in Verbindung steht.

Wie Toyota erklärte, kann eine gelöste Schraubverbindung an der elektrischen Lenkhilfe während der Fahrt zu Steuerproblemen führen. Wird mehrmals bis zum Anschlag mit hoher Kraft gelenkt, können Fehler entstehen, durch die wiederum der Motor der Servolenkung in Mitleidenschaft gezogen wird. In diesem Fall ließe sich das Auto also schwerer lenken. Die in Deutschland betroffenen Halter werden von dem Kraftfahrtbundesamt informiert. Darüber hinaus kündigte Toyota einen weiteren Rückruf an. Dieser bezieht sich auf das Modell iQ und umfasst weltweit rund 34.000 Fahrzeuge. Allein in Euro sind rund 112.400 Fahrzeuge betroffen. Wie eine Toyota Sprecherin betonte, gilt dieser Rückruf nicht für Deutschland.

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Ford gibt Probleme bei Bremsleitungen von Fiesta bekannt

8. Mai 2011 1 Kommentar

Nachdem der Autobauer Ford in den vergangenen Tagen einen Rückruf des Grand C-Max bekanntgeben musste, wurde nun bekannt, dass der Hersteller auch bei dem Fiesta mit Problemen kämpft. Für Schwierigkeiten am beliebten Kleinwagen sorgen die Bremsleitungen. Ford betonte gegenüber den Medien, dass es sich bei dem Fiesta nicht um einen Rückruf handelt, da die Fahrzeuge mit den Problemen meist noch nicht an die Kunden ausgeliefert wurden. Trotzdem muss Ford an insgesamt 1600 Autos in Deutschland nochmals Hand anlegen. Die Fiesta wurde im deutschen Werk Köln gebaut. Es sind ausschließlich Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum von 10. Januar 2011 und 24. Februar 2011 betroffen.

Wie Ford bekanntgab, besteht bei den Fiestas die Gefahr von Reibung, die zwischen zwei Bremsleitungen entstehen kann. Das Problem tritt im Bereich der Hydraulik-Regeleinheit auf. Durch die Reibung kann es nach Angaben des Autobauers zu einem Abrief des Leitungsmantels kommen. Dadurch muss langfristig mit Korrosion und Flüssigkeitsleckage gerechnet werden. Noch bevor die Autos ausgeliefert werden, soll das Problem behoben werden. Beim nächsten Werkstattaufenthalt wird versucht, die Bremsleitungen durch vorsichtiges Wegbiegen in eine Position zu bringen, durch die schließlich der Abstand gewährleistet werden kann, der vorgeschrieben ist. Auch der Grand C-Max bereitet Ford derzeit Probleme. In Deutschland müssen insgesamt 1600 Fahrzeuge der Baureihe zurück in die Werkstatt, da bei der zweiten Sitzreihe ein unfreiwilliges Umklappen hervorgerufen werden kann.