Zuerst musste Toyota Millionen Fahrzeuge weltweit zur Korrektur in die Werkstatt bitten und erlitt dadurch einen immensen Image-Verlust, und nun scheint es dem japanischen Konkurrenten Honda genauso zu ergehen.
Allein in den USA müssen fast 400.000 Wagen der Einheiten der Modellreihen Accord, Civic, Odyssey, CR-V und Acura TL aus den Baujahren 2001 und 2002 zurückgerufen werden. Hinzu kommen noch einmal 50.000 Fahrzeuge in Kanada, Japan und anderen Märkten.
Der Grund ist sogar noch weitaus kritischer als bei Toyota, denn insgesamt sind 12 Vorfälle gemeldet, von denen einer tödlich endete. Es gibt bei den Modellen ein Problem beim Seitenairbag auf der Fahrerseite. Kommt es zu einem Aufprall, kann es passieren, dass sich vor dem Öffnen des Luftbeutels ein enorm großer Druck aufbaut. Dadurch kann es zu einer Explosion kommen, die Splitter von der Abdeckung durch den Innenraum des Fahrzeugs fliegen lassen und die Insassen schwer verletzen.
Eine Rückrufaktion, die also noch Folgen haben wird…
In jedem Jahr testet das Brüsseler Institut euroNCAP diverse Fahrzeugmodell hinsichtlich der Sicherheit. Diese Ergebnisse sind für viele ausschlaggebend beim Kauf ihres Wagens.
2009 hatte die besten Ergebnisse das Volksauto der Deutschen, der VW Golf. Im Bereich des Insassen-, Fußgänger- und Kinderschutzes erzielte der Wagen eine Spitzenpunktzahl von 103 Punkte. Knapp dahinter landeten mit 102 Punkten der Honda Insight (Hybrid) und der Toyota Prius.
Weiterhin top: der Hyundai i20, der Toyota Avensis, das SUV Volvo XC60 und der Opel Astra.
All diese Fahrzeuge erhielten von den Testern 5 Sterne und unterschieden sich nur minimal in der Punktwertung.
Vor etwas über 50 Jahren wurde das erste Mal der Drei-Punkt-Sicherheitsgurt in Autos serienmäßig eingesetzt. Damals eine Innovation, die viele Leben rettete. Pünktlich zu diesem Jubiläum haben sich die Entwickler von Volvo ein hohes Ziel gesetzt. Eine Sprecherin kündigte an, dass ab dem Jahr 2020 keiner mehr in einem Volvo bei Unfällen ums Leben kommen würde.
Bis dahin seien die Sicherheitssysteme so ausgereift, dass sie reagierten bevor ein Unfall passieren könne. Vor allem automatisch eingreifende Systeme würden Gefahren frühzeitig erkennen und umgehen. Schwere Unfälle würden dadurch auf ein Minimum reduziert. Erst kürzlich hat Volvo auf diesem Gebiet mit seinen Forschungen begonnen. Ob der neue chinesische Besitzer Geely an den Plänen festhält ist aber unklar.
Schön ist der Gedanke von sicheren Straßen auf jeden Fall!
Schon zum zweiten Mal in Folge stehen wir Deutschen mit unseren Fahrkünsten an erster Stelle im europäischen Ranking. Zumindest, wenn es nach dem AXA Verkehrsreport 2009 geht.
Dafür wurden über 8.000 Autofahrer in zehn europäischen Ländern befragt. Das Ergebnis: Die Deutschen schnitten am besten ab. Laut der Studie fahren wir zwar schnell, aber sicher und haben ein gutes Fahrverhalten. Mit 83% liegen wir deutlich über dem Durchschnitt von 75%. Dementsprechend selbstbewusst gehen wir damit um, denn 73% der Deutschen schätze ihr Können hinter dem Steuer als gut ein.
Die meisten Deutschen sind sich der Gefahren im Straßenverkehr bewusst und für fast alle ist der Sicherheitsgurt Pflicht. Die meisten haben übrigens auch keine Angst vor Strafen: Nur 27% fürchten die Punkte in Flensburg und nur 39% Blitzer.
Am schlechtesten schnitten die Italiener ab: Nur die wenigsten stuften Fahren ohne Sicherheitsgurt und Telefonieren am Steuer als Gefahr ein.
Doch zum Schluss gibt es dann doch noch einen Wermutstropfen für alle Männer, die nun mit stolz geschwellter Brust dastehen: Frauen fahren der Studie zufolge immer noch in ganz Europa besser als die Männer…